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Sachkundenachweis für Hundebesitzer, neues Hundegesetz in Niedersachsen

Für die Abnahme der Sachkundenachweise sind wir mit Frau Dr. Glatz-Vinke zertifiziert, amtlich anerkannt und bei der Tierärztekammer Niedersachsen sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten registriert.

Den theoretischen Teil können Sie bei uns jederzeit nach Terminvereinbarung ablegen. Den praktischen Teil bieten wir in regelmäßigen Abständen zu festgelegten Zeiten und nach vorheriger Anmeldung an.

Am 25.Mai 2011 wurde ein neues Hundegesetz für Niedersachsen erlassen. Hier möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigen Neuerungen geben:



1. Mikrochip:

Jeder Hund ab einem Alter von 6 Monaten, muss durch einen Elektronische Tierkennzeichnung dauerhaft gekennzeichnet sein.

    Der Mikrochip wird mit einer Kanüle EU-einheitlich an die linke Halsseite in die Unterhaut gesetzt. Es handelt sich dabei um die Mikrochips, die auch bisher bei Bedarf schon implantiert wurden. Trägt Ihr Hund bereits einen Mikrochip, braucht dieser nicht erneuert zu werden. Sinn der Vorschrift ist, bei gefundenen Hunden, Unfällen oder bei Beißereien zukünftig innerhalb kürzester Zeit den Halter des Hundes ermitteln zu können. Zusätzlich muss die Mikrochip-Nummer und die Daten des Halters in einer zentralen Datei angemeldet werden (s. u.).

 Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Hund gechipt ist oder nicht, schauen Sie auf die ersten Seiten Ihres Impfbuches. Ist dort eine Nummer oder ein Barcode unter "elektronischer Kennzeichnung" eingeklebt oder eingetragen, hat Ihr Hund bereits einen Chip. Haben Sie kein Impfbuch kommen Sie einfach zu uns, wir suchen einen implantierten Chip dann mit dem Lesegerät, das wir in der Praxis haben. Das geht ganz schnell und tut überhaupt nicht weh.

Im Gegensatz zum verpflichtenden Mikrochip benötigen Sie einen blauen Heimtierausweis nur, wenn Sie mit Ihrem Hund innerhalb der EU verreisen möchten. Ansonsten reicht der gelbe aus.


2. Zentrale Registrierung

Jeder Hund, der älter als sechs Monate ist, muss, innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Hundehaltung mit der Mikrochipnummer und Halterangaben beim KSN (kommunales Systemhaus Niedersachsen GmbH) registriert werden. Die Meldung muss vom Tierbesitzer selbst vorgenommen werden und hat mit der Hundesteuer nichts zu tun. Auch bereits vor dem 1.7.2013 gehaltene Hunde oder Hunde, die bereits woanders registriert wurden, müssen dort registriert werden.


3.Haftpflichtversicherung

Jeder Hund muss haftpflichtversichert sein.

Da es in der Vergangenheit immer wieder zu durch Hunde verursachte Unfällen, deren Schadensbegleichung von den Besitzern nicht gezahlt werden konnte kam, hat der Gesetzgeber seit 2011 die Haftpflicht für jeden Hund zur Pflicht gemacht. Bevor Sie aber schnell eine Hundeversicherung irgendwo abschließen, informieren Sie sich vorher genau, was Sie für Ihren monatlichen  Beitrag bekommen. Wie bei allen Versicherungen gibt es sehr gute und sehr schlechte Preis-Leistungs-Verhältnisse. Ist Ihr Hund bereits in der Vergangenheit haftpflichtversichert gewesen, geben Sie bitte die Nummer des Mikrochips an die Versicherung weiter.


4. Sachkundenachweis (Hundeführerschein)

Grundsätzlich muss jetzt jeder, der sich nach dem 1.7.2011 einen Hund angeschafft hat oder es noch möchte (Halter), einen Sachkundenachweis ablegen. Ausgenommen davon sind Sie, wenn Sie:

  • nachweislich innerhalb der letzten 10 Jahren vor Anschaffung dieses Hundes für (1.) mindestens zwei Jahre (2.) ununterbrochen und (3.) ohne Beanstandung gehalten haben.
  • nachweislich einen oder mehrere Hunde in den letzten 10 Jahren vor Anschaffung dieses Hundes für (1.) mindestens zwei Jahre (2.) ununterbrochen und (3.) ohne Beanstandung für juristische Personen betreut haben
  • Tierarzt oder Tierärztin sind
  • mit Ihrem Hund   e r f o l g r e i c h   eine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde abgelegt haben
  • Prüfer für Jagdhund-Brauchbarkeitsprüfungen sind
  • sonstige, vom Ministerium anerkannte Prüfungen abgelegt haben. Schauen Sie bitte regelmäßig auf der Website des ML-Niedersachsens nach, wie diesbezüglich Stand der Dinge ist.
  • eine Erlaubnis nach §11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 oder 2b besitzen. Also Betreiber eines Tierheimes, eines Ausbildungsbetriebs für Schutzhunde etc. sind. Diese Erlaubnis gilt dann für die jeweils dort gehaltenen Hunde.
  • Betreuer von im öffentlichen Recht eingesetzten Diensthunden (z. B. Polizei, Zoll...) sind. Das gilt allerdings dann natürlich nicht automatisch auch für die Privatleute, die einem in Rente gegangenen Diensthunde ein neues Zuhause geben.
  • Halter oder Betreuer eines Blinden- oder Behinderten-Führundes sind.

Sollte keine der oben aufgeführten Ausnahmen auf sie zutreffen, müssen Sie einen Sachkundenachweis erlangen.

Der Sachkundenachweis (Hundeführerschein) hat einen theoretischen und einen praktischen Teil.

Der theoretische Teil umfasst 35 Fragen aus den Bereichen Erziehung, Ausbildung, Angst und Agression, Haltung, Pflege, Gesundheit, Zucht, Fortpflanzung, Rasse, Kommunikation und einschlägiges Recht. Er wurde vom VDH, BHV und DOQ 2.0 entwickelt, zentral gebündelt und herausgegeben. Sie können ihn online oder in Papierform ablegen. Dies geht aber nicht von zuhause aus, sondern nur im Beisein eines zertifizierten Prüfers.

Wir lesen vor: Personen mit Handicap oder Lese-Rechtschreib-Problemen werden bei uns an die hand genommen und in der theoretischen Prüfung soweit unterstützt, dass Sie in der Lage sind, die Prüfung abzulegen, ohne die Fragen selbst lesend verstehen zu müssen.

Auch der praktische Teil ist zentral erarbeitet. Auch dieser ist nur bei Abnahme durch zertifizierte Prüfer anerkannt. Hierbei werden Sie im Umgang mit Ihrem Hund, nicht der Hund geprüft, d. h. ist Ihr Hund noch nicht richtig ausgebildet, spielt das nur eine untergeordnete Rolle. Das ist auch der Grund, warum Sie prinzipiell mit jedem Hund zur Prüfung kommen können. Es muss nicht der eigene sein.

Sie müssen mit dem Hund vorher keine Ausbildung machen. Gleichwohl ist es immer sinnvoll, mit dem eigenen Hund eine Hundeschule zu besuchen, um ihn richtig kennenzulernen. Auch wenn Sie bereits lange einen Hund haben, lohnt es sich, einen Sachkundenachweis oder "Hundeführerschein" zu machen. Ohne großen Aufwand lernt man sehr viel wichtiges über den richtigen Umgang mit seinem Hausgenossen.

WICHTIG: Der theoretische Teil muss vor, der praktische Teil spätestens innerhalb der ersten 12 Monate nach der Aufnahme des Hundes abgelegt werden. Da der Test für Sie und nicht Ihren Hund gilt, brauchen Sie ihn als Halter auch nur einmalig abzulegen und nicht jedes Mal vor der Aufnahme eines neuen Hundes zu wiederholen.

Begleitend zu der Vorbereitung auf die Prüfung bieten wir vhs-Abendkurse an.

Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie einen Kurs oder Sachkundenachweis absolvieren möchten. Sie erhalten dann alle notwendigen Informationen und Termine.

Sie erhalten von uns nach erfolgreichem Bestehen eine Bescheinigung. Diese legen Sie zu Ihren Dokumenten. Sie müssen sie nur haben, nicht ständig bei sich führen. Sie dient dem Nachweis für den Fall, dass Sie es einmal bei einem Unfall oder Zwischenfall benötigen. Sie können das Datum des Bestehens zusätzlich online auch in ihr persönliches Profil des Hunderegisters eintragen.

Wenn Sie sich in Niedersachsen nur vorübergehend aufhalten, (z. B.Urlaub), gelten Sie als Hundeführer, nicht -halter, d. h, Ihr Hund muss  lediglich gechipt und haftpflichtversichert sein. Sie benötigen keinen Sachkundenachweis (Ausnahme: als gefährlich eingestufte Hunde).

 Zur Zeit werden die Vorschriften noch laufend verändert. Neuregelungen versuchen wir jeweils schnellstmöglich an Sie weiter zu geben. Schauen Sie ab und zu mal wieder herein, oder informieren Sie sich aktuell unter www.ml.niedersachsen.de